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Nepal, Hilfen nach den Erdbeben

Das Erdbeben in Nepal im April 2015 findet sich derzeit nicht mehr auf den Titelseiten der Zeitungen. Die Not der Menschen droht seit dem Syrienkrieg und den nicht nachlassenden Flüchtlingsströmen in Vergessenheit zu geraten. Nicht jedoch für den Freundeskreis Nepal e.V. Der Verein aus Münster ist seit 10 Jahren in der Region aktiv, finanziert Projekte, unterstützt die Menschen aber auch regelmäßig direkt vor Ort. Im Lauf des Jahres hat der Verein kräftig Spendengelder eingeworben und eine Reihe von kleineren und größeren Projekten unterstützt. 

So wurden etwa für Schulen in Naikap (Kathmandu) sowie für das Bergdorf Karthali Wasseraufbereitungsgeräte – sogenannte Wasserrucksäcke – erworben und nach Nepal gebracht. Dabei handelt es sich um Geräte, die einfach zu bedienen sind und ohne weitere Installation sauberes Wasser herstellen – etwa 400 Liter pro Tag und Rucksack. Mangel herrschte in Karthali auch an Kochgeschirr, das der Verein in großen Mengen zur Verfügung stellte. Ebenso wie Wellbleche, die den Menschen kurz nach den Beben halfen, sich und ihre verbliebene Habe vor dem Monsun zu schützen.


Bei den größeren Projekten handelt es sich zumeist um Bauprojekte, Reparaturarbeiten an zerstörten Gebäuden sowie den Bau von Behelfsunterkünften. Der Verein finanzierte und besorgte Materialien und half beim Wiederaufbau von Schulen und Wohngebäuden mit. So wurde beispielsweise die aus Vereinsmitteln errichtete „Bright Future School“ in Naikap ebenfalls durch die Erdbeben stark beschädigt. Die Instandsetzung des Gebäudes wurde aus dem deutschen Spendentopf finanziert. Bereits im Juni 2015 konnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.


Neben dem Bau von temporären Gebäuden wird der Verein zusätzlich 50 Baukastenhäuser nach Nepal schicken und mit den Menschen vor Ort zusammenbauen. Dies ist freilich das größte und ehrgeizigste Vorhaben der Münsteraner Nepal-Freunde. Erfunden hat die praktischen Holzhäuser der Architekt Hans-Ludwig Stell, ebenfalls aus Münster. Dank modularer Bauweise sind unterschiedliche Gebäudetypen für den Einsatz in verschiedenen Klimaregionen der Welt möglich.

Die einfachste Variante umfasst 50 Quadratmeter Nutzfläche, lässt sich aber durch weitere Module vergrößern. Und: Zur Errichtung genügt als einziges Werkzeug ein Hammer. Langfristiges Ziel des Architekturbüros Stell ist es, dass die Menschen die Häuser unter einer kostenlosen Lizenz nachbauen. Die Häuser können als Wohngebäude, Schulen oder Büros fungieren. Über die Verteilung und Nutzung entscheiden jedoch die Empfänger vor Ort, in diesem Fall öffentliche Einrichtungen und Hilfsorganisationen. So plant die Organisation „Children Nepal“ aus mehreren Holzhäusern ein Zentrum für verwaiste und versklavte Frauen und Mädchen in der Nähe von Pokhara zu errichten.

 

Der Verein ist überzeugt: Die Holzfertighäuser helfen Menschen in Nepal rasch wieder einen Wohnsitz zu verschaffen und Bedürftigen eine Bleibe zu bieten. Jedes Grundgerüst kostet um die 14.000 Euro, sofern es in Deutschland konstruiert, nach Nepal geschickt und in Eigenregie zusammengebaut wird. Architekt Stell sorgt dafür dass die Materialien und Bauteile zu einem möglichst günstigen Preis, idealerweise zum Selbstkostenpreis, geliefert werden. Der Freundeskreis Nepal e.V. übernimmt die logistische Verantwortung und sorgt auch für die Organisation und Unterstützung beim Aufbau vor Ort. Die ersten Häuser treten im Frühjahr 2016, im Zuge der nächsten Aufbaureise des Vereins, ihre Reise nach Nepal an. Spendengelder für die ersten acht  Häuser hat der Verein aus Münster inzwischen akquiriert.

 

Weitere Unterstützer und Sponsoren sind herzlich willkommen.

Spendenkonto des Freundeskreis Nepal e.V.:

Sparda Bank Münster e.G.,  BLZ 400 605 60, Kto. Nr. 212 31 26

(IBAN : DE38 4006 0560 00021231 26 / BIC: GENODEF1S08)